Workshop 12–16. Oktober 2026

Ein experimenteller Metall- und Sound-Workshop mit der Vorbereitungsklasse der Marie-Curie-Realschule unter der Leitung von Amelie Neumann (alias burgund t brandt)

Wie trennt man sich richtig? Ab wann ist etwas wirklich nur noch Schrott? Wie klingen die Dinge um uns herum? Was erzählen uns ihre Oberflächen, Kratzer, Dellen und außer Takt geratenen Mechanismen? Wie können wir ihnen zuhören und mit ihnen davon erzählen?

Fünf Tage lang wird das CAC zum Labor für gemeinschaftliche akustische Forschung, als Teil der Reihe „Ist das Müll oder kann das weg?“. Im Zentrum des Workshops steht das Zuhören als universelle soziale Praxis. Bewusstes Hören dient als kreativer Ausgangspunkt, um den relationalen Raum zwischen Mensch und Umwelt neu zu verhandeln.
Gemeinsam mit Jugendlichen einer Vorbereitungsklasse der Marie-Curie-Realschule erprobt der Workshop ein In-Kontakt-Treten über Material und dessen Klang. Im Modus der intensiven Auseinandersetzung – mal laut, mal schnell, mal entschleunigt – widmen sich die Teilnehmenden den verborgenen Resonanzen verschiedener Metalle. Untersucht werden unter anderem Fahrradspeichen, ein Quadratmeter Rost, Abzugshauben sowie Entlüftungs- und Entwässerungssysteme. Aus scheinbar wertlosem Schrott entstehen experimentelle Instrumente, kinetische Klangskulpturen und Klangkompositionen durch das Erforschen und In-Schwingung-Versetzen der verschiedenen Körper, gezielte Mikrofonierungen und den handwerklichen Austausch in einer lokalen Metallbau-Werkstatt.
Am Ende der Woche – im Rahmen der Lichtmeile – öffnet sich dieser soziale Resonanzraum für die Öffentlichkeit:

Freitag, 16. Oktober 2026: Heavy Mental – Happy Metal | Konzert

Samstag, 17. Oktober: Heavy Mental – Happy Metal | Künstlerinnengespräch und Installativer Klanggarten